LAG DIE LINKE.queer NRW fordert:
Bessere Prävention und Aufklärung
statt Missachtung der Persönlichkeitsrechte der Gefangenen

Thomas Koch, Swen Bäther (Sprecher der LAG Queer), Bärbel Beuermann (Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Landtag NRW) und Tim Bühner (Sprecher der LAG Queer) vor der JVA Düsselforf

Um auf die mangelnde Versorgung mit Kondomen, Gleitgel und auch Spritzen der Insassen in NRW-Gefängnissen hinzuweisen, machte die LAG DIE LINKE.queer NRW am Knast in Düsseldorf eine Aktion: Die LAG besuchte gemeinsam mit der Fraktionsvorsitzenden der Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW Bärbel Beuermann die Justizvollzugsanstalt (JVA) Düsseldorf. Sie übergaben Spritzen und Kondome.

„Es ist ein Unding, dass den Insassen die Drogen benutzen, keine geeigneten Spritzen zur Verfügung gestellt werden!“ sagte Tim Bühner, Landessprecher der LAG DIE LINKE.queer. Etwa ein fünftel der Gefangenen ist mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Darüber hinaus wird die Bereitschaft, sich auf HIV testen zu lassen, dadurch gesenkt, dass sie im Falle eines positiven Befundes zwangsläufig als positiv geoutet werden: Die Infektion mit HIV wird in der Akte vermerkt. Beim Aufruf der Gefangenendaten erscheint „Blutkontakt vermeiden!“ auf dem Bildschirm der JVA-Bediensteten.

Welt-AIDS-Tag 2011

Die Infizierten dürfen an dem so genannten Umschluss, den Gemeinschaftszeiten im Gefängnis, nur dann teilnehmen, wenn sie sich als infiziert gegenüber der Mitinsassen outen. Wenn sich die HIV-infizierten Gefangenen weigern, ihre Infektion unter der Insassenschaft öffentlich zu machen, müssen sie ihr Gewahrsam in Einzelhaft verbringen. Es geht sogar so weit, dass Straftäter die HIV-Therapie absetzen, bevor sie ins Gefängnis gehen, damit im Knast niemand etwas von Ihrer Infektion erfährt. Diese Regelungen gehen zurück auf einen Erlass aus dem Jahre 1988, der europaweit in NRW einzigartig ist.

Damit nicht genug: Die Konservativen denken derzeit darüber nach, auch andere Infektionen wie etwa Hepatitis im Gefängnis öffentlich zu machen und den Erlass entsprechend zu erweitern. „Es weiß doch doch jeder, dass man sich nur über Sexualkontakte und den gemeinsamen Gebrauch von Spritzen an HIV und Hepatitis C ansteckt! Es ist kein Fall bekannt, dass bei einer Prügelei oder Unfällen im Gefängnis HIV oder Hepatitis C übertragen wurden.“ sagte Swen Bäther, Landessprecher der LAG DIE LINKE.queer.

Flugblatt der LAG DIE LINKE.queer NRW zum Welt-AIDS-Tag 2011

Wir klingelten also beim Pförtner, der wenig kooperativ war. Er sagte uns lediglich, dass er nichts für uns tun könne. Etwas verdutzt lies er uns im gerade nachlassenden Regen stehen. Nach ein paar Minuten haben wir noch einmal nachgefragt. Diesmal gerieten wir an einen anderen Beamten, der uns sagte, dass sein Kollege wegen uns die Polizei gerufen habe. „Wir werden uns nicht der Feststellung unserer Personalien entziehen!“ sagte Bärbel Beuermann. „Daher sind wir nun verpflichtet hier zu warten, bis die Polizei eintrifft.“, so Beuermann weiter. Nach dieser Ansage kam endlich eine Dame nebst Bodyguard aus der Festung. Sie stellte sich als stellvertretende Anstaltsleiterin vor und ließ sich von uns mit Kondomen, Spritzen und LINKE-Flugblättern beschenken. Wir wurden darüber informiert, dass das Material nach der Prüfung den Gefangenen eventuell zugänglich gemacht werde.

Wir sind gespannt, ob die JVA-Verwaltung den Gefangenen unsere Materialien überreicht oder ob wir unsere Spritzen, Flugblätter und Kondome wieder zurück erhalten.

Für die tolle Videodokumentation danken wir Thomas Molck von medienflut ganz herzlich!

Einladung zum Treffen der LAG DIE LINKE.queer
am 4. Dezember 2011 in Dortmund

19. November 2011  Einladung, LAG DIE LINKE.queer NRW, Treffen

Mitglieder der LAG.queer vor dem Wahlkreisbüro von Caroline Butterwegge, Özlem Alev Demirel und Hamide Akbayir bei LAG-Treffen am 17.09.2011 in Köln-Kalk

Wann:
Am Sonntag, dem 4. Dezember 2011, ab 12 Uhr

Wo:
Büro von Ulla Jelpke,
Schwanenstraße 30, 44135 Dortmund

Wir schlagen folgende Tagesordnung vor:

  1. Kommender CSD Köln:
    Stand der Kooperation mit dem Kreisverbad Köln
    (mit Gästen vom Kölner Kreisvorstand)
  2. Nachwahl des freien Frauenplatzes im LandessprecherInnenrat (LSpR)
  3. Bericht zum BAG DIE LINKE.queer-Bundestreffen vom 8. und 9. Oktober in Stuttgart
  4. HIV und Aids in NRW-Gefängnissen – Eine kurze Bestandsaufnahme
  5. queeres Bildungsprogramm für die Partei und darüber hinaus in 2012

KEINE MACHT DEN DOGMEN
LINKE Bundestagsabgeordnete protestieren
gegen die Rede des Papsts vor dem Deutschen Bundestag

22. September 2011  Bilder, DIE LINKE. im Bundestag, Protest

Viele Abgeordnete der Linksfraktion nahmen an der Kundgebung gegen den Papstbesuch teil (siehe Foto). Wir begrüßen, dass ihre Plätze im Plenum nicht mit Claqueuren aufgefüllt wurden.

Aus NRW haben fast alle unserer ParlamentarierInnen darauf verzichtet, der Rede des Religionsführers im Parlament zu folgen. Wir danken Ulla Lötzer, Ulla Jelpke, Inge Höger, Sahra Wagenknecht, Andrej Hunko, Sevim Dagdelen, Niema Movassat, Ingrid Remmers, Mathias W. Birkwald und Kathrin Vogler für Ihre Standhaftigkeit!

PRESSEMITTEILUNG:
Papst-Rede im Bundestag. LINKEN-Stühle sollen leer bleiben

Der Papst kommt Logo mit Motto

DIE LINKE.queer NRW unterstützt das Bündnis "Der Papst kommt" und ruft zur Demonstration gegen die Papst-Rede im Bundetag auf

Zum morgigen Auftritt von Joseph Ratzinger vor dem Deutschen Bundestag erklären Tim Bühner und Frank Laubenburg für die Landesarbeitsgemeinschaft queer der LINKEN.NRW:

Katholische Würdenträger sind es ja mittlerweile gewohnt, vor leeren Rängen zu sprechen. Das sollte morgen auch Joseph Ratzinger so ergehen. Dessen Haltung nicht nur, aber auch zu Fragen der Empfängnisverhütung, Abtreibung und zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen sind nicht nur rückständig und reaktionär, sie kosten zahlreiche Menschenleben. Die hohen HIV-Infektionsraten in großen Teilen Afrikas sind nicht zuletzt Folge des von Ratzinger wiederholt bestätigten Kondomnutzungsverbots für Katholiken. Die Ausschreitungen und Angriffe auf Demonstrationen von Lesben und Schwulen in Osteuropa sind maßgeblich von katholischen Fundamentalisten auf Papst-Linie zu verantworten. In der Bundesrepublik verstößt die katholische Kirche mit ihrer organisierten Hetze gegen und Diskriminierung von Schwulen und Lesben zu den verfassungsfeindlichen Organisationen. Vor diesem Hintergrund hat die Landesarbeitsgemeinschaft queer der LINKEN. NRW die Abgeordneten der LINKEN im Deutschen Bundestag aufgefordert, dem morgigen Papst-Auftritt vor dem deutschen Bundestag fernzubleiben und sich statt dessen an den zahlreichen Gegenaktionen zu beteiligen.

Geradezu unsäglich ist es, dass der Deutsche Bundestag plant, die Plätze von Abgeordneten, die der Rede fernbleiben, „aufzufüllen“ mit ehemaligen Abgeordneten und MitarbeiterInnen von Bundestagsfraktionen. Die Entscheidung von Abgeordneten, der Papstrede fernzubleiben, ist eine politische Entscheidung, die als solche auch sichtbar zu sein hat. Von daher fordern wir den Bundestag und die Fraktion DIE LINKE auf, es nicht zuzulassen, dass irgendwelche Claqueure die Plätze von Abgeordneten einnehmen.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Tim Bühner (Mitglied im SprecherInnenrat der LAG DIE LINKE.queer NRW):
0176 – 96519977

Frank Laubenburg (Mitglied im SprecherInnenrat der LAG DIE LINKE.queer NRW):
0152 – 33554752

Ergebnisse des LAG-Treffens
vom 17.09.2011 in Köln

Mitglieder der LAG.queer vor dem Wahlkreisbüro von Caroline Butterwegge, Özlem Alev Demirel und Hamide Akbayir in Köln-Kalk

Die Landesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer hat auf ihrem letzten Treffen am 17.09.2011 in Köln ein erfolgreiches Jahr Revue passieren lassen. An vielen Christopher-Street-Days (CSD) konnte in diesem Jahr teil genommen werden. Auch sammelten wir Ideen für das kommende Jahr: Wir wollen Bildungsveranstaltungen machen, die die kommende CSD-Saison begleiten. Wir werden im kommenden Jahr, wie auch in der Vergangenheit, mit einem Paradewagen auf dem größten CSD der Republik – in Köln – vertreten sein.

Die Mitgliederzahlen der LAG entwickeln sich sehr positiv. Wir konnten unsere Mitglieder in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppeln.

Auf dem Treffen wurde ebenfalls ein neuer LandessprecherInnenrat (LSpR) gewählt. Der neue LSpR setzt sich aus zusammen aus

  • Swen Bäther (KV Neuss)
  • Tim Bühner (KV Bochum)
  • Dagmar Ganswindt (KV Coesfeld)
  • Renate Herrman (KV Rhein Erft) und
  • Frank Laubenburg (KV Düsseldorf).

Auf dem Treffen der LAG wurden außerdem die Delegierten für das Bundestreffen der BAG.queer gewählt. Erstmalig konnte die LAG alle Frauenplätze ausschöpfen, so dass wir in diesem Jahr mit einer kompletten sechsköpfigen Delegation zum Bundestreffen am 8. und 9. Oktober 20111 in Stuttgart anreisen werden.

Die LAG.queer beschloss einen Antrag der von Frank Laubenburg eingebracht wurde: Wir fordern “die Abgeordneten der Bundestagsfraktion DIE LINKE auf, der Rede von Joseph Ratzinger vor dem Deutschen Bundestag am 22. September 2011 fernzubleiben, an den zeitgleich zur Rede stattfindenden Protesten gegen den Besuch von Joseph Ratzinger teilzunehmen [und] die durch den Boykott der Rede freien Plätze im Deutschen Bundestag nicht durch ehemalige Abgeordnete „aufzufüllen“.”

Einladung zu den nächsten Treffen der LAG
am Samstag, dem 17. September 2011, um 12 Uhr

LAG DIE LINKE.queer NRW am 5. Juni in Düsseldorf

!!! Einladung als PDF!!!

Das Treffen als Veranstaltung auf facebook

Liebe Genossinnen und Genossen!
Liebe Freundinnen und Freund der LAG queer!

Nach erfolgreicher Beteiligung der LAG queer und der Partei an einer Mehrzahl der CSD-Paraden und -Straßenfesten in NRW (Düsseldorf, Köln, Wuppertal, Bielefeld, Essen, Dortmund und Iserlohn) heißt es für die LAG Bilanz über die Arbeit der letzten Monate zu ziehen, Eckpunkte für die Arbeit im nächsten Jahr zu definieren und einen neuen SprecherInnenrat und neue Delegierte zum Treffen der BAG queer zu wählen. Als SprecherInnenrat danken wir allen Mitgliedern der LAG, GenossInnen aus den Kreisverbänden, dem Landesvorstand und der Landtagsfraktion, die zum Gelingen der CSD-Beteiligungen beigetragen haben. Ohne Eure Hilfe hätten wir nicht so viel auf die Beine stellen können!

Daher laden wir Euch

zum nächsten Treffen der LAG ein

am Samstag, dem 17. September 2011, um 12 Uhr

im im Wahlkreisbüro
von Özlem Alev Demirel, Hamide Akbayir, und Caroline Butterwegge

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Caren Lay, Bundesgeschäftsführerin der LINKEN
Staatlich legitimierte Diskriminierung

31. Juli 2011  DIE LINKE., Presseerklärung
Caren Lay

Caren Lay, Bundesgeschäftsführerin der LINKEN

Am 1. August 2001 trat das Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft in Kraft. Dazu erklärt die Bundesgeschäftsführerin der LINKEN, Caren Lay:

Die Einführung der Eingetragene Lebenspartnerschaft hat Lesben und Schwulen vor 10 Jahren ein Stück mehr Anerkennung gebracht. Doch was damals schon zu zaghaft war, ist heute völlig unzureichend. Wo Rot-Grün sich mit Symbolpolitik begnügt hat, herrscht unter schwarz-gelb Stillstand.

Die Eingetragene Lebenspartnerschaft ist und bleibt eine Ehe zweiter Klasse: So geht etwa die Diskriminierung im Steuerrecht munter weiter. Es gibt überhaupt keinen Grund, die Ehe nicht endlich auch für Lesben und Schwule zu öffnen. Stattdessen geht die staatlich legitimierte Diskriminierung weiter: Die Ehe steht nur Heterosexuellen offen und die Eingetragene Lebenspartnerschaft nur Lesben und Schwulen – das ist wirklich absurd.

Die Öffnung der Ehe für alle muss heutzutage selbstverständlich sein. Doch damit allein ist es nicht getan; ist die Ehe doch in der modernen Welt nur ein Lebensmodell von vielen. DIE LINKE streitet für die Gleichwertigkeit aller Lebensweisen. Deshalb muss es darum gehen, die ungerechtfertigten Privilegien der Ehe, an erster Stelle das Ehegattensplitting, abzuschaffen.

Finanzielle Förderung gehört dahin, wo Kinder oder Pflegebedürftige betreut werden – und nicht, wo ein Trauschein ist. Und die Adoption soll sich allein am Kindeswohl orientieren, nicht am Geschlecht, der sexuellen Orientierung oder dem Familienstand der künftigen Eltern.

Diese Meldung auf den Seiten der LINKEN

Bilder von DIE LINKE.queer NRW,
AG Queer – Rosa-Rote-Linke Neuss
und linksjugend ['solid] NRW
auf dem CSD am 3. Juli 2011 in Köln

Aufkleber der LAG DIE LINKE.queer NRW
Unheilbar schwul. Unbelehrbar lesbisch.

Ralf Michalowsky, sportpolitischer Sprecher
der Fraktion DIE LINKE. im Landtag NRW:

Offener Brief an DFB-Präsident Zwanziger zu den homophoben Äußerungen der nigerianischen Fußball-Nationaltrainerin

Ralf Michalowsky, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. NRW

In einem Offenen Brief an den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, Dr. Theo Zwanziger, hat Ralf Michalowsky diesen heute zu einem entschiedenen Vorgehen gegen die homophoben Äußerungen und Aktionen der Trainerin der nigerianischen Frauen-Fußballnationalmannschaft aufgefordert. „Solche menschenverachtenden Aussagen können auf keinen Fall akzeptiert werden, sie verletzen die Menschenrechte der Spielerinnen“, sagte Michalowsky. Vor dem morgigen Spiel gegen die deutsche Nationalmannschaft hatte Trainerin Eucharia Uche alle lesbischen Kickerinnen aus dem Kader geworfen und beleidigt.

Michalowsky, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW, erklärt dazu: „Für die Linksfraktion gehört zum sauberen Sport auch die Akzeptanz der Lebensweise eines jeden Menschen. Die Freiheit, sich auch in der sexuellen Orientierung nach eigenem Gutdünken zu verwirklichen, ist für DIE LINKE ein elementares Menschenrecht und somit zu schützen.“ Die Äußerungen von Frau Uche seien als Angriff auf die individuelle Menschenwürde ihrer Spielerinnen, aber auch aller anderen homosexuell orientierten Menschen zu werten und dementsprechend zu ahnden.

In seinem Brief an Zwanziger schreibt Michalowsky unter anderem: „Fordern Sie die FIFA, fordern Sie Herrn Blatter auf, hier eindeutig Stellung zu beziehen und diese Äußerungen zu sanktionieren. Notfalls mit dem Ausschluss von Frau Uche aus dem Turnier, denn sämtliche sportlichen Werte sind hier mit Füßen getreten worden! Es muss ein Zeichen von offizieller Seite geben, dass eine solche Menschenverachtung nicht akzeptiert wird!“ Zwanziger müsse, so Michalowsky, gegen Frau Uche vorgehen – „im Sinne eines sauberen und toleranten Sports“.

Diese Meldung auf den Seiten der Fraktion DIE LINKE. im Landtag NRW

Pressemeldungen DIE LINKE. Nordrhein-Westfalen

20. Februar 2012 DIE LINKE. NRW,

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19. Februar 2012 Pressemitteilung,

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17. Februar 2012 DIE LINKE. NRW,

Zum Rücktritt des Bundespräsidenten Wulff erklärt der stellvertretende Sprecher der LNKEN.NRW,...