Zunahme der Homophobie erschreckend

Katharina Schwabedissen

Katharina Schwabedissen, Landessprecherin DIE LINKE.NRW

Landesregierung muss ARCUS-Stiftung unterstützen Zum Internationalen Tag gegen Homophobie und der heute vorgestellten Studie zur „Homophobie in NRW“ erklärt Katharina Schwabedissen, Landessprecherin der Partei die LINKE. NRW:

Die zunehmende Homophobie bei Jugendlichen ist eine der erschreckenden Erkenntnisse der heute veröffentlichten Studie zu „Homophobie in NRW“. 20% der NRW-Bevölkerung neigt demnach zu homophoben Einstellungen.

Vor diesem Hintergrund sind die bisherigen Aktivitäten der SPD/Grünen-Landesregierung zur Bekämpfung homophober Einstellungen, insbesondere bei Jugendlichen, völlig unzureichend.

Bei den Beratungen des Landeshaushalts für 2012 hatten SPD und Grüne sämtliche Anträge der LINKEN zur stärkeren Förderung lesbisch-schwuler Projekte in NRW abgelehnt. SPD und Grüne weigerten sich für die nun angelaufene Kampagne “anders und gleich – Nur Respekt wirkt” Gelder für eine landesweite Plakatierungsaktion bereitzustellen. Die hätte gerade einmal 120.000 Euro gekostet. DIE LINKE fordert den neu gewählten Landtag auf, die entsprechenden Gelder – gerade angesichts der veröffentlichten Studienergebnisse – nun bereitzustellen.

Verstärkt werden muss auch die schwul-lesbische Aufklärungsarbeit an Schulen. Mit der Bundeswehr hat die Landesregierung ein „Kooperationsabkommen“ zur Werbung an Schulen geschlossen, 29 Millionen Euro stehen der Bundeswehr hierfür zur Verfügung. Schwul-lesbische Aufklärung wird gerade mal mit einem Landeskoordinator gefördert – ein förmliches, verbindliches Abkommen gibt es nicht, Homophobie ist selbst in den aktuell zugelassenen Schulbüchern noch möglich. Die Landesregierung scheint sich trotz gegenteiliger Bekundungen am Motto von Franz Josef Strauß „Lieber ein kalter Krieger als ein warmer Bruder“ zu orientieren.

Überfällig ist, dass die aus der Schwulen- und Lesbenbewegung gegründete ARCUS-Stiftung endlich die seit langem versprochene Zustiftung des Landes NRW erhält. DIE LINKE hält den heutigen Vorschlag der ARCUS-Stiftung, pro Einwohner/in NRWs einen Betrag von 0,50 Euro durch das Land zuzustiften,für völlig angemessen. Schade, dass Frau Ministerin Steffens dazu heute nicht Stellung genommen hat.

Mit warmen Worten allein ist Emanzipation nicht durchzusetzen, kann Homophobie nicht bekämpft werden. Der Ankündigungspolitik von SPD und Grünen müssen nun Taten folgen: durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel in 2012.

Gedenken an homosexuelle Nazi-Opfer:
Schwarz-Grün in Frankfurt verbietet Kranzniederlegung

"Frankfurter Engel, Mahnmal der Homosexuellenverfolgung" von Rosemarie Trockel

Die von CDU und Grünen geführte Stadtverwaltung in Frankfurt am Main hat eine für morgen geplante Kranzniederlegung zum Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus im Rahmen des international begangenen Tages gegen Homophobie verboten. Hierzu erklären Tim Bühner und Frank Laubenburg für die Landesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer NRW:

Zum Schutz der Finanzmärkte werden nicht nur in Griechenland, sondern auch in der Bundesrepublik Grund- und Freiheitsrechte außer Kraft gesetzt. Selbst das Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus soll mittlerweile nach Ansicht von CDU und Grünen eine nicht hinnehmbare Bedrohung darstellen. Wir protestieren gegen das verhängte Verbot und fordern alle Frankfurterinnen und Frankfurter dazu auf, jetzt erst recht am morgigen Donnerstag um 18 Uhr auf dem Klaus-Mann-Platz an der – übrigens seit Jahren stattfindenden – Kranzniederlegung teilzunehmen.

Die Verbotsverfügung der Frankfurter Stadtregierung bezieht sich darauf, dass zeitgleich Proteste gegen das Krisenregime der Europäischen Union in Frankfurt geplant seien – die ebenfalls umfassend verboten wurden.

Der von CDU und Grünen hergestellte Zusammenhang ist auf den ersten Blick völlig absurd, auf den zweiten aber aus Sicht der herrschenden Klasse nachvollziehbar:

So reagiert die griechische Regierung auf die zunehmende von der EU erzwungene Verarmung weiter Teile der griechischen Bevölkerung unter anderem mit der Konstruktion von Sündenböcken und einer grundlegende Menschenrechte mit Füßen tretenden Politik der Verteufelung von HIV-Infizierten. So wurden in den letzten Wochen in Griechenland hunderte Prostituierte verhaftet und gegen ihren Willen zu HIV-Tests gezwungen und in Haft genommen. Fotos der Frauen wurden in den Medien veröffentlicht. Ziel dieser Politik ist es, auf Kosten HIV-Infizierter von der Bedrohung durch die EU-Finanzpolitik abzulenken. In der Bundesrepublik wurde über diese massiven Menschenrechtsverletzungen so gut wie nicht berichtet.

Ausgrenzung von Minderheiten, zunehmende Homophobie und die Konstruktion von Sündenböcken gehören jeweils zu den beliebtesten Mitteln der herrschenden Klasse, um eine repressive und asoziale Politik durchzusetzen. Auch daran wird mit der morgigen Kranzniederlegung erinnert.

Wir gehen davon aus, dass die Frankfurter Verbotsorgien dazu führen, dass noch mehr Menschen in diesen Tagen in Frankfurt gegen die Entsorgung von Grund- und Freiheitsrechten, gegen die Macht der Finanzmärkte und für ein Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf die Straße gehen.

Für Rückfragen:
Frank Laubenburg +49-1523-3554752

Das ist Lindners FDP:
Im Bundestag für weitere Diskriminierung von Schwulen und Lesben

Zur heutigen Ablehnung des Antrages auf Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben durch die FDP im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages erklären der Frank Laubenburg, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer NRW, und Jasper Prigge, Landeslistenkandidat der LINKEN zu den Landtagswahlen in NRW:

Mit der Forderung nach einer Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zieht die FDP in den NRW-Landtagswahlkampf. Wahlprüfsteine von Schwulen und Lesben wurden von der FDP entsprechend beantwortet, Inhalte seien der FDP wichtiger als Pöstchen, tönt Christian Lindner allerorten. Ihr wahres Gesicht hat die FDP allerdings heute im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages gezeigt. Dort lehnte sie den Antrag auf Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ab. So ist eben Lindners FDP.

Ebenfalls heute wurde bekannt, dass in einem Referentenentwurf der FDP-Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger zur Behandlung eingetragener Partnerschaften die Diskriminierung im Adoptions- und Einkommensteuerrecht beibehalten werden soll. Die FDP will aber im Bereich der Anpachtung von Kleingartenparzellen eingetragene Partnerschaften gesetzlich Ehepaaren gleichstellen. Was für ein Schritt!

Irritierend ist allerdings auch das Spiel von SPD und Grünen mit lesbischen und schwulen Paaren. Beide Parteien haben es bis 2005 in ihrer Regierungszeit nicht vermocht, ein modernes Ehe- und Familienrecht auf den Weg zu bringen. Dazu hätte die Abschaffung des Ehegattensplittings, die Ausweitung sozialer Rechte auf unterschiedliche Lebens- und Wohngemeinschaften, eine völlige Reform des Unterhaltsrechts und die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben gehört. Statt dessen haben SPD und Grüne mit der Eingetragenen Partnerschaft letztlich Sondergesetze für Schwule und Lesben geschaffen, mit zahlreichen Tücken und Lücken.

Für DIE LINKE ist klar: die Vielfalt der Lebensweisen braucht sozialen Schutz. Der muss im Mietrecht für Paare ebenso gelten wie für Wohngemeinschaften und muss gewährt werden, auch wenn die Betroffenen ihre sozialen Beziehungen nicht durch Verpartnerung oder Eheschließung institutionalisieren wollen.

Im Sozial- und Steuerrecht muss zudem endlich mit den Privilegien (Ehegattensplitting) und mit den Benachteiligungen (Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften) Schluss gemacht werden. Ob Menschen als Singles oder Paare leben, ihre finanzielle Unabhängigkeit und Gleichbehandlung muss gewährleistet werden. Das ist unsere Vorstellung von Freiheit und Vielfalt.

Für Rückfragen:
Jasper Prigge unter +49-1525-3881513
Frank Laubenburg unter +49-1523-3554752

NRW-Hochschulministerin muss eingreifen:
Universität Siegen darf nicht für den Aufbau homophober Strukturen missbraucht werden

Frank Laubenburg

Frank Laubenburg, Mitglied im SprecherInnenrat der LAG DIE LINKE.queer NRW

Zum heute bekannt gewordenen Versuch des Siegener Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Jürgen Bellers, unter Nutzung der ihm mit seinem Lehrstuhl an der Universität Siegen zur Verfügung gestellten Strukturen eine homophobe Organisation aufzubauen, erklären der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer, Frank Laubenburg, und der offen schwule Landeslistenkandidat der LINKEN, Jasper Prigge:

Die nordrhein-westfälische Hochschulministerin Svenja Schulze ist gefordert: Sie muss verhindern, dass die Strukturen der Universität Siegen von Prof. Dr. Jürgen Bellers weiterhin dazu genutzt werden können, seine homophobe Organisaton „Tradition international“ aufzubauen.

Bellers wirbt unter Angabe seiner Lehrstuhlanschrift und seiner dienstlichen E-Mail-Adresse für seine Organisation, die unter anderem „durch Mailaktionen an die, die Menschenrechte mißachten, z.B. gegenwärtig der Berliner Senat, der im Unterricht auch homosexuelle Beziehungen als mögliche Partnerschaftsformen lehren will“, aktiv werden will.

Zur Freiheit der Lehre und Forschung gehört sicherlich auch, Schwachsinn ertragen zu müssen. Der Aufbau homophober Kampforganisationen gehört allerdings weder zum Lehr- noch zum Forschungsauftrag.

Jasper Prigge, Kandidat auf der Landesliste der LINKEN.NRW zur Landtagswahl 2012

Von daher fordern wir NRW-Wissenschafts- und Forschungsministerin Svenja Schulze auf, Prof. Bellers unverzüglich zu untersagen, unter Angabe der Universitätsanschrift für seine Organisation zu werben und die Strukturen der Universität Siegen für seine Organisation zu nutzen.

Wir freuen uns zudem, dass Prof. Bellers mittlerweile das erste Treffen von „Tradition International“ nach eigenen Angaben abgesagt hat, „da das hier in Siegen nicht mehr möglich scheint” und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass an keinem Ort, nirgendwo, Homophobie gesellschaftsfähig bleibt oder wieder wird.

Für Rückfragen:
Jasper Prigge unter +49-1525-3881513
Frank Laubenburg unter +49-1523-3554752

Wahlprüfsteine zur NRW-Landtagswahl 2012
LINKE Antworten

DIE LINKE.NRW hat auf eine Reihe von Wahlprüfsteinen geantwortet – natürlich auch auf die Fragen und Prüfsteine aus der lesbisch/schwulen Gemeinschaft:

LINKE kritisiert Löhrmann:
Grüne Schulministerin lässt homophobe Schulbücher an NRW-Schulen weiterhin zu

Gunhild Böth, Kandidatin auf der Landesliste der LINKEN.NRW zur Landtagswahl 2012

Studien zur Darstellung schwullesbischer Lebensweisen bleiben ohne Konsequenzen

“Die Grünen in NRW versprechen im Wahlkampf Gleichstellung aller Lebensweisen – ihre Schulministerin diskriminiert Homosexualität weiterhin in Schulen – so sieht Grünen-Politik aus!” erklären Gunhild Böth (DIE LINKE.), Bildungsexpertin und Vizepräsidentin des Landtages von NRW, und Jasper Prigge, offen schwuler Landeslistenkandidat der Partei DIE LINKE zu den Landtagswahlen.

Bereits im Februar 2012 veröffentlichte das Autonome Lesben- und Schwulenreferat an der Universität zu Köln eine Studie zur (Nicht-)Darstellung schwullesbischer Lebensweisen in den Schulbüchern in NRW. Doch selbst die dort zum Teil nachgewiesenen diskriminierenden und sinnentstellenden Äußerungen zum Themenbereich Homosexualität haben in NRW keine Konsequenzen.

Im zuletzt am 4. Mai 2012 aktualisierten Verzeichnis der zugelassenen Lernmittel an den Schulen NRWs finden sich weiterhin Lehrbücher mit diskriminierenden Aussagen:

  • Schulministerin Sylvia Löhrmann hält daran fest, dass SchülerInnen der 5. Klassen weiterhin vermittelt werden soll, dass Homosexuelle wegen „ihrer Lebensführung“ aus der „NS-Volksgemeinschaft ausgeschlossen waren“.
  • Auch die Diskreditierung der alljährlich stattfindenden Veranstaltungen zum „Christopher-Street-Day“ (CSD) ist Standard an den Schulen NRWs: „So hat sich in den letzten Jahren der Christopher-Street-Day zum Feier- und Protesttag der Homosexuellen entwickelt. Mit Geschichte wird auch Geld verdient“, heißt es in einem für die Sekundarstufe II vorgesehenen Geschichtsbuch über die nicht-kommerziellen Veranstaltungen der community.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat in diesen Tagen ebenfalls eine umfangreiche Studie unter dem Titel „Geschlechterkonstruktionen und die Darstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans und Inter* (LSBTI) in Schulbüchern“ veröffentlicht. Auch hier ist Löhrmann aufgefordert, endlich zu handeln, insbesondere zum Biologiebuch „Lindner Biologie I“. Dort taucht Homosexualität außer in einem Artikel zum Thema sexueller Gewalt, in dem über einen Jungen berichtet wird, der von einem Mann entführt und missbraucht wurde, nicht auf. In der Studie heißt es dazu:

Jasper Prigge, Kandidat auf der Landesliste der LINKEN.NRW zur Landtagswahl 2012

“Homosexualität wird also ausschließlich negativ besetzt, indem sie mit Gewalt in Verbindung gebracht wird, nicht neutral oder positiv mit sexueller Identität oder Liebe. Diese Darstellung in einem Schulbuch aus dem Jahr 2011 ist als äußerst diskriminierend zu beurteilen und sollte dringend geändert werden.”

Wer sich – wie die SPD/Grüne-Landesregierung – mit fremden Federn schmückt und den in erster Linie von den schwullesbischen Selbstorganisationen in NRW erarbeiteten Aktionsplan zur Bekämpfung der Homo- und Transphobie gerne als eigenes Werk ausgibt, muss sich an konkreten Taten messen lassen. Die scheint es aus dem grün geführten Schulministerium allerdings nicht zu geben.

„Uns ist klar, dass es Zeit braucht, die notwendige Darstellung der Vielfalt auch schwullesbischer Lebensweisen in Schulbüchern zu verankern. Offene Falschdarstellungen und Diskreditierungen allerdings müssen unverzüglich aus dem Verkehr gezogen werden. Hier hat Löhrmann versagt!“ erklären Jasper Prigge und Gunhild Böth.

„DIE LINKE wird im Landtag darauf drängen, dass mit dieser diskriminierenden Praxis Schluss gemacht wird!“ kündigen Gunhild Böth und Jasper Prigge an.

Antworten auf die Schwul-lesbischen Wahlprüfsteine
von “Queer in Münster” zur NRW Landtagswahl 2012

28. April 2012  DIE LINKE.NRW, Programm, Wahlen

Spezial zur Landtagswahl am 13. Mai 2012 aus QIM-Ausgabe #002 vom 28.04.2012

Am 13. Mai hast Du wieder die Qual der Wahl: Dann sind nämlich vorgezogene Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen. Nachdem sich der Landtag nicht auf einen Haushalt einigen konnte und die rot-grüne Minderheitenregierung keine Mehrheit gefunden hat, hat sich das Parlament aufgelöst. Und jetzt sind wieder an der Reihe, zu entscheiden, wer in den kommenden fünf Jahren im Land das Sagen hat. Das nehmen wir zum Anlass, uns die queere Politik der einzelnen anzusehen. Hierzu haben wir alle im Landtag vertretenen Parteien und die Piratenpartei angeschrieben und einen Fragenkatalog zugesandt, mit der Bitte, diesen zu beantworten. Dem sind auch fast alle Parteien nachgekommen. Kurios: SPD, Grüne und FDP haben es nicht für nötig befunden, um Münsters Stimmen der schwul-lesbischen Wähler zu werben. Daher haben wir uns bei diesen Parteien lediglich im Wahlprogramm umschauen können.

aus http://queerinmuenster.podcaster.de/spezial/

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DIE LINKE.NRW

1. Werden Sie Bundesratsinitiativen unterstützen, die eine vollständige Gleichstellung Schwuler und Lesben im Einkommensteuerrecht vorsieht?

DIE LINKE wird Bundesratsinitiativen zur Gleichstellung eingetragener Partnerschaften auch im Steuerrecht unterstützen, weil hier derzeit eine Ungleichbehandlung aufgrund der sexuellen Orientierung stattfindet. Im Bundestag hat DIE LINKE bereits Anfrage und Anträge zu diesem Thema eingebracht und zudem als erste Fraktion einen Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare eingebracht. DIE LINKE tritt zudem für grundlegende Veränderungen im Einkommensteuerrecht ein und fordert die Abschaffung des so genannten „Ehegattensplittings“. Es gibt letztlich keinen Grund, warum verheiratete Paare steuerlich besser gestellt werden sollen als unverheiratete, Menschen in Wohngemeinschaften oder Singles, vielmehr muss es eine steuerliche Gleichstellung aller Lebensweisen geben.

2. Sollten Ihrer Auffassung nach Regenbogenfamilien, also gleichgeschlechtliche Eltern, bei denen Kinder aufwachsen, im Einkommensteuerrecht gleichgestellt werden? Stellt diese Form des Zusammenlebens für Sie eine Familie dar?

Hier trifft das gleiche zu: Gleichstellung jetzt, um die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung zu beenden. Grundsätzlich taugt das Steuerrecht aber nicht, um eine ausreichende und sozial gerechte finanzielle Förderung für das Aufwachsen von Kindern abzusichern. Von steuerlichen Entlastungen profitieren Gutverdienende immer stärker als Schlechtverdienende. Von daher fordert DIE LINKE eine Erhöhung des Kindergeldes und einen Ausbau des Kindergeldzuschlags für Geringverdiener und Bedürftige. Außerdem tritt sie ein für die Ermittlung eines Warenkorbs für die Berechnung des soziokulturellen Existenzminimums von Kindern zwecks Anpassung von Kindergeld und -zuschlag und sie ist für die Verankerung einer bedarfsabhängigen, den Kinderzuschlag ersetzenden Kindergrundsicherung als Individualanspruch.

3. Welche Pläne haben Sie, um die zunehmende Homophobie unter Jugendlichen zu bekämpfen? Gehört dieses Thema in die Lehrpläne und wie könnte es im Schulunterricht gestaltet werden?

DIE LINKE setzt sich für eine stärkere Förderung des Projekts SchLAu NRW ein. Durch die von der LINKE mit ermöglichte Einrichtung einer hauptamtlichen Landeskoordinierungsstelle und durch die zusätzliche Landesförderung für das Projekt SchLAu wird der Ausbau bedarfsgerechter Landesstrukturen bereits gestützt. Allerdings muss es neben der finanziellen Absicherung der bereits initiierten Projekte auch die Planung und Finanzierung neuer Projekte geben. Die Fraktion DIE LINKE im NRW-Landtag hat deshalb in der 15. Legislaturperiode dem Ausschuss vorgeschlagen, eine Informationsfahrt in die Niederlande zu unternehmen, um sich unter anderem auch über die Umsetzung von unseres Erachtens guten Projekten und Initiativen im Nachbarland zu informieren. Unterschiedliche Lebensweisen müssen zudem in den Lehrplänen natürlich eine Rolle spielen. DIE LINKE hat in ihrer Zeit in der Berliner Landesregierung maßgeblich dafür gesorgt, das es dort eine „Handreichung für den fächerverbindenden und fachübergreifenden Unterricht in der Sekundarstufe I und II der Berliner Schule zum Thema lesbische und schwule Lebensweisen“ gibt. Eine entsprechende Handreichung fehlt bislang für NRW und wird von der LINKEN angestrebt.

4. Befürworten Sie einen landesweiten Aktionsplan gegen Homophobie? Wie könnte so ein Plan inhaltlich gestaltet werden?

Die Fraktion DIE LINKE hat an den Planungsgruppentreffen zum Aktionsplan, der ja seit Januar 2012 als Entwurf vorliegt, teilgenommen und diesen mit erarbeitet, wobei die Erarbeitung des Entwurfs nur durch die andauernde Mitwirkung der Vereine und Verbände möglich war. Es handelt sich also vor allem um einen Aktionsplan aus der Bewegung selbst, was wir begrüßen und was die Landesregierung sich nicht als eigenen „Verdienst“ anhängen sollte. Die Umsetzung des Aktionsplans ist nur möglich, wenn nun auch entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Über die Maßnahmen im Aktionsplan hinaus hält es DIE LINKE für dringend erforderlich, die Geltung des kirchlichen Arbeitsrechts für aus dem Landeshaushalt geförderte Stellen zum Beispiel in Kindertagesstätten, an Schulen, in Krankenhäusern und Pflegeheimen zu beenden. Zuletzt machte die katholische Kirche in NRW durch die Kündigung einer lesbischen KiTa-Reinigungskraft, die eine Lebenspartnerschaft eingegangen ist, von sich reden. Es kann nicht angehen, dass es einerseits für einen Aktionsplan zur Bekämpfung der Homo- und Transphobie mehrere hunderttausend Euro gibt und andererseits der katholischen Kirche aus dem Landeshaushalt mehrere Millionen Euro für Stellen zur Verfügung gestellt werden, auf denen dann keine offen lebende Schwule und Lesben eingestellt werden oder diese sofort gekündigt werden können. Mit Zusatzvereinbarungen in Leistungsverträgen und Antidiskriminierungsklauseln bei der Vergabe von Landesgeldern muss die Kirche gezwungen werden, homophobe Diskriminierung zu beenden – oder eben auf Geld verzichten.

5. Welche Anstrengungen wollen Sie unternehmen, um den Schutz vor Diskriminierung in die Landesverfassung zu bringen?

Die Festschreibung eines Schutzes vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität gehört in erster Linie ins Grundgesetz, auf das die Landesverfassung NRW sich auch ausdrücklich bezieht. In einem erweiterten Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes sollte in Zukunft aufgenommen werden: “Niemand darf wegen seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden.” Eine entsprechende Bundesratsinitiative wurde 2009 von der damaligen NRW-Landesregierung leider nicht unterstützt. In den Landesverfassungen der Bundesländer Brandenburg, Berlin und Thüringen wurden entsprechende Diskriminierungsverbote bereits aufgenommen, die NRW-Verfassung zeichnet sich allerdings durch eine andere Systematik aus. In ihr wird in Artikel 4 auf die Grundrechte des Grundgesetzes verwiesen und diese werden ganz allgemein als Bestandteil der Verfassung verankert. Von daher ist im Hinblick auf die Landesverfassung mehr notwendig als eine Ergänzung um den Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität. Alle Grundrechte müssten explizit erwähnt und aufgelistet werden, dafür wird DIE LINKE sich einsetzen.

6. Wie sieht für Sie eine aktive Landespolitik für Schwule und Lesben aus? Wo setzen Sie Schwerpunkte? Welche Projekte wollen Sie gezielt (auch finanziell) unterstützen?

DIE LINKE hat bereits zu den Haushaltsberatungen 2012 zusätzliche Mittel im Bereich „Förderung der Selbsthilfe und psychosozialen Beratungsarbeit“ für Lesben, Schwule und Transgender gestellt. Die Linke zählt dann in ihrer Antwort jede Menge Anträge und Projekte auf. SPD und Grüne waren noch nicht einmal bereit, über diese sehr moderaten Forderungen zu verhandeln. Auch im neuen Landtag wird DIE LINKE sich nicht nur für die Beibehaltung bisheriger Förderungen sondern für entsprechende Erhöhungen einsetzen. Die Schwerpunkte der Landespolitik für Schwule und Lesben sollten regelmäßig im Rahmen eines „Runden Tisches“ des Landtags NRW, der Landesregierung und der Verbände von Lesben und Schwulen erarbeitet und aktualisiert werden.

[...]

Verteilungskämpfe um Fördermittel dürfen nicht auf dem Rücken von Migrantinnen und Migranten ausgetragen werden
Beratung braucht Vielfalt, nicht Einfalt

Jasper Prigge, Kandidat auf der Landesliste der LINKEN.NRW zur Landtagswahl 2012

Zur Videoproduktion „Migrationshintergrundberatungsmekka”, einer Auftragsarbeit für die AIDS-Hilfe Köln e.V., erklären der offen schwule Landeslistenkandidat der LINKEN zu den Landtagswahlen in NRW, Jasper Prigge, und der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft DIE LINKEN.queer NRW, Frank Laubenburg:

Die AIDS-Hilfe Köln e.V. sieht nach ihren Angaben „nicht die Notwendigkeit, für alle möglichen Migrationshintergründe spezielle Angebote zu schaffen” und spitzt diese politische Botschaft mit einem von ihr in Auftrag gegebenen Video zu, in dem vor einem „Migrationshintergrundberatungsmekka” in Köln gewarnt wird. Dieses Video ist zutiefst rassistisch und politisch abscheulich. Gerade in Köln agiert seit Jahren die extrem rechte Initiative „pro Köln“, die sich gegen die angebliche Islamisierung der Stadt und den Bau von Moscheen wendet. Selbst wer nicht in Köln lebt, hat diese Debatte verfolgen können. Wer in Köln lebt, weiß erst recht, in welchen Dunstkreis er sich begibt, wenn er sich parallel zu den „pro Köln“-Kampagnen gegen Islamisierung und Moscheen gegen ein „Mekka“ an Beratung für MigrantInnen wendet.

Frank Laubenburg

Frank Laubenburg, Mitglied im SprecherInnenrat der LAG DIE LINKE.queer NRW

Mit der klischeehaften Darstellung unterschiedlicher MigrantInnen in der Videoproduktion dürfte die AIDS-Hilfe Köln e.V. sich zudem um den Ruf gebracht haben, auch eine kompetente Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten zu sein.

DIE LINKE steht für ein breit gefächertes Beratungsangebot, nicht nur im Bereich AIDS, auch im Bereich der lesbischen und schwulen Arbeit. Oft genug wird von konservativer Seite argumentiert, spezifische Beratungsangebote seien deshalb nicht notwendig, weil allgemeine Beratungen doch auch Schwulen und Lesben offen stünden. Einer solchen Argumentation zufolge wären schwul-lesbische Jugendzentren, Projekt gegen antischwule Gewalt oder eine spezifische SeniorInnenarbeit für Lesben und Schwule letztlich nicht notwendig ,weil sie sich in bestehenden Projekte integrieren ließen.
Die Lesben- und Schwulenbewegung hat richtigerweise und oftmals erfolgreich dagegen gesetzt, dass die Kenntnis spezifischer Lebenssituation notwendige Voraussetzung für angemessene Beratungsangebote ist und dabei immer auf die Selbstorganisation von Betroffenen gesetzt werden muss. Auch AIDS-Hilfe ist als Selbstorganisation insbesondere schwuler Männer entstanden. Auch vor diesem Hintergrund sind die völlig undifferenzierten Angriffe der AIDS-Hilfe Köln e.V. auf ein angeblich drohendes „Migrationshintergrundberatungsmekka” vollkommen absurd.

Ganz offenbar spielt die Verteilung von Fördergeldern eine Rolle für die Entstehung des Videoclips. Als LINKE setzen wir für uns eine Stärkung der Kommunalfinanzen ein und treten gerade SPD und Grünen entgegen, die aktuell den „Stärkungspakt“ für die Städte und Gemeinden in NRW damit verbinden, dass sie massive Kürzungen im Bereich der freiwilligen Ausgaben von den Kommunen einfordern. Das wird AIDS-Hilfe genauso treffen wie Projekte von Schwulen, Lesben, Frauen, Kulturschaffenden und MigrantInnen. DIE LINKE hat sich im Landtag entschieden gegen solche Spardiktate gestellt. Solidarisch und notwendig ist es in dieser Situation, gemeinsam gegen ein Kaputtsparen der Kommunen und für einen Ausbau sozialer Arbeit in den Städten zu kämpfen und nicht mit abstrusen Botschaften andere soziale Projekte anzugreifen. Wir hoffen, dass die AIDS-Hilfe Köln e.V. sich auf einen solchen Kurs besinnt.

Für Rückfragen:
Jasper Prigge unter +49-1525-3881513
Frank Laubenburg unter +49-1523-3554752

Weitere Informationen und Stellungnahmen zu dem rassistischen Video auf queer.de!

Wuppertal:
Kirche und CDU müssen sich zu den geplanten Auftritten des homophoben CDU-Politikers Thomas Schneider verhalten

Jasper Prigge, Kandidat auf der Landesliste der LINKEN.NRW zur Landtagswahl 2012

Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben, Kampf gegen Homophobie – der sächsische CDU-Politiker Thomas Schneider fasst das wie folgt zusammen: „In Deutschland gab es bereits zwei Diktaturen. Die Dritte ist im Anmarsch.“ Seine Thesen soll Schneider nun in drei Referaten in einer evangelischen Kirchengemeinde in Wuppertal verbreiten. Dazu erklären die Vizepräsidentin des NRW-Landtages und Wuppertaler Landtagskandidatin der LINKEN, Gunhild Böth, und der offen schwule Landeslistenkandidat der LINKEN, Jasper Prigge:

Bundesweit gingen vor zwei Wochen die homophoben Ausfälle der sächsischen für die FDP gewählten Kommunalpolitikerin Cordula Drechsler durch die Medien. Offene Unterstützung erhielt die Frau nur von dem kommunalen sächsischen CDU-Politiker Thomas Schneider, der in einer Erklärung dazu den Kampf gegen Homophobie als „modernes diktatorisches Gedankengut“ bezeichnete und sich für die „Freiheit“ einsetzt, dass „ein ver(w)irrter Mensch seinem homo-, bi-, trans- oder pansexuellen Lebensstil den Rücken kehrt und zur schöpfungsgemäßen Ordnung zurückfindet.“

Gunhild Böth, Kandidatin auf der Landesliste der LINKEN.NRW zur Landtagswahl 2012

Für April 2013 kündigt Schneider auf seiner Homepage nun drei Vorträge in der evangelischen Kirchengemeinde Beyenburg-Laaken in Wuppertal an. Zwar hat die evangelische Kirche über Jahrhunderte die Verfolgung von Lesben und Schwulen betrieben, in den letzten Jahren schien sie aber vielerorts einen Lernprozess vollzogen zu haben. Vor diesem Hintergrund ist es erschreckend, dass die evangelische Kirche im Jahre 2013 homophober Hetze wieder ein Podium bieten will. Wir fordern die Kirche auf, diese Auftritte schon aus Respekt vor Schwulen und Lesben abzusagen.

Noch erschreckender ist aber das nach wie vor vollkommen ungeklärte Verhältnis der CDU auch in NRW zu homophoben HetzerInnen, die sich insbesondere – wie auch Thomas Schneider – in der von der CDU offiziell anerkannten Gruppe „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) organisieren.

Die Doppelstrategie der CDU hat deren Bundesvorsitzende Angela Merkel Medienangaben zufolge wie folgt beschrieben: „Ach, wissen Sie, das mit der CDL ist wie mit der LSU, den Lesben und Schwulen in der Union. Sie sind eben beide gleichermaßen Sondergruppen, die zur Union gehören.” Mit anderen Worten: in den Großstädten gibt sich die CDU eher schwulen- und lesbenfreundlich, homophobe Stammtischparolen haben ihren Platz in der Provinz. Je nachdem, was wo Stimmen zieht.

Gerade in NRW sind die „Christdemokraten für das Leben“ aktiv. In Münster befindet sich ihre Bundesgeschäftsstelle, Ehrenvorsitzende ist Johanna Gräfin von Westphalen, die 18 Jahre lang Mitglied im CDU-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen war und erst kürzlich erklärte, dass die Behauptung, Kondome seien sinnvoll im Kampf gegen AIDS, unwahr und reine „Propaganda der Homosexuellen-Lobby“ sei. Ebenfalls aus NRW stammt der stellvertretende Bundesvorsitzende der CDL, Hubert Hüppe. Er ist sogar Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Norbert Röttgen muss als Spitzenkandidat der CDU NRW zu den Umtrieben dieser Parteifreunde deutlich Stellung beziehen. Auf die bisherige Strategie der CDU, zu schwul-lesbischen Themen und Anfragen zwar jeweils LSU-VertreterInnen ins Schaufenster zu stellen, aber schwul-lesbische Themen dann doch allenfalls als Bückware im Sortiment zu führen, geht nicht länger auf.

Beim sächsischen CDU-Stadtverband Freiberg ist heute übrigens Thomas Schneider zu einem Vortrag eingeladen. Sein Thema dort: “Geschlechtergerechtigkeit oder Irrweg? Das wahre Gesicht von Gender Mainstreaming”.

Rehabilitierung überfällig:
Drittes Reich endete für schwule Männer erst 1969

Katharina Schwabedissen

Katharina Schwabedissen, Spitzenkandidatin DIE LINKE.NRW zur Landtagswahl 2012

Anlässlich der von der Berliner LINKEN angestoßenen und nun vom SPD/CDU-Senat in Berlin beschlossenen Bundesratsinitiative zur Rehabilitierung und Entschädigung schwuler Männer, die zwischen 1945 und 1969 Opfer des §175 StGB wurden, erklären Katharina Schwabedissen, Spitzenkandidatin DIE LINKE.NRW, und Frank Laubenburg, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft queer der NRW-LINKEN:

In ihrem Landtagswahlprogramm fordert die LINKE eine NRW-Bundesratsinititiative zur Rehabilitation und Entschädigung schwuler Männer, die nach 1945 Opfer des §175 wurden. In den Wahlprogrammen aller anderen Parteien taucht das Thema hingegen nicht auf, obwohl eine Verfolgungsschwerpunkt in NRW lag.

In der alten Bundesrepublik wurden bis 1969 rund 50.000 Männer aufgrund der Nazi-Fassung des §175 verurteilt und in Gefängnisse gesteckt, in der alten DDR gab es bis Ende der 50er Jahre rund 4.000 Verurteilungen auf der Basis der früheren Weimarer Gesetzesfassung. Die Betroffenen saßen nicht nur in Haft, sie fanden oftmals keine Arbeitsstelle mehr, verloren ihr gesellschaftliches Ansehen und hatten keine Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Isolation und Altersarmut prägen die Lebenssituation der noch lebenden Opfer der Homosexuellenverfolgung. Für die Homosexuellen sei das Dritte Reich noch nicht zu Ende, hatte schon 1963 der Historiker Hans-Joachim Schoeps gemahnt.

DIE LINKE. auf dem Kölner CSD 2011

Die gestrige Entscheidung des Berliner SPD/CDU-Senats zu einer Bundesratsinitiative zur Rehabilitation und Entschädigung der Betroffenen ist daher überfällig. Wir begrüßen ausdrücklich, dass diese durch DIE LINKE im Abgeordnetenhaus beantragte Initiative nun vom Senat umgesetzt wird. Im Deutschen Bundestag hatten CDU, SPD und FDP eine entsprechende Rehabilitierung bislang immer abgelehnt, auch die SPD/Grünen-Landesregierung in NRW hat keine entsprechende Initiative gestartet.

Dabei drängt die Zeit: Die Betroffenen sind alt, oftmals vereinsamt und aufgrund ihrer durch die Haft unterbrochenen Erwerbsbiografien verarmt. Es muss daher neben der Rehabilitation auch eine schnelle und unbürokratische Entschädigung geben, die vorliegende Bundesratsinitiative muss durch NRW unterstützt werden. Programmatisch verankert hat dies bisher allerdings nur DIE LINKE.”

Pressemeldungen DIE LINKE. Nordrhein-Westfalen

18. Mai 2012 Pressemitteilung,

„Opel geht dorthin, wo es den maximalen Profit bekommt. Dabei geht es lohnpolitisch auch über...

17. Mai 2012 DIE LINKE. NRW,

Der Landesvorstand ruft dazu auf, die Diskussion über die neue Parteispitze sachlich und anhand...

17. Mai 2012 Pressemitteilung,

Anlässlich der Versammlungsverbote für die Blockupy-Aktionstage in Frankfurt erklären die...